Was ist Legasthenie/LRS?

Genetische Ursachen führen bei einer Legasthenie zu einer Problematik im Bereich Lesen und Schreiben bei normaler Intelligenz.

In diesen drei Bereichen findet man Auffälligkeiten:

  1. zeitweise Unaufmerksamkeit beim Lesen und Schreiben, das heißt beim direkten Arbeiten mit Buchstabensymbolen
  2. differente/unscharfe Sinneswahrnehmung, d.h. die Umwelt wird anders wahrgenommen
  3. Wahrnehmungsfehler durch die unscharfe Sinneswahrnehmung und daraus folgende Unaufmerksamkeit.

Auffälligkeiten, die Anzeichen für eine Legasthenie sein können, finden sich schon im Vorschulalter, z.B.:

  • verkürzte oder keine Krabbelphase
  • Ungeschicklichkeit beim Umgang mit alltäglichen Gegenständen, z.B. Schleife binden
  • Ungenügende Koordination, häufiges Stolpern oder Hinfallen.
  • Verwechslung von richtugnsweisenden Wörtern (z.B. rechts/links, über/unter)
  • verspäteter Sprechbeginn
  • Probleme beim Reimen von Wörtern (z.B. Maus-Haus)

In der Schulzeit äußert es sich dann beispielsweise durch:

  • langsames Schreiben
  • unleserliches Schriftbild
  • stockendes Lesen
  • scheinbare Seh- und Hörprobleme
  • Probleme mit Fremdsprachen
  • Schwierigkeiten beim Merken des Alphabets und Merken von Reihenfolgen (z.B. Tage oder Monate)
  • chaotisch und unorganisiert auch im Alltag

 

Eine Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) ist im Gegensatz zur Legasthenie erworben und nicht genetisch bedingt. Mögliche Ursachen sind hier psychische und/oder physische Probleme, familiäre Ursachen, Unterrichtsmethoden, Lerndefizite oder Minderbegabung.  Hier tritt seltener eine Unaufmerksamkeit auf und der Betroffene hat keine differente Sinneswahrnehmung, aber macht dennoch viele Fehler.