Was ist Dyskalkulie/Rechenschwäche?

Genetische Ursachen führen bei einer Dyskalkulie zu Schwierigkeiten beim Rechnen und dabei insbe-sondere im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenarten bei normaler Intelligenz.

In folgenden drei Bereichen findet man Auffälligkeiten:

  1. zeitweise Unaufmerksamkeit beim Lesen und Schreiben, also beim direkten Arbeiten mit Zahlensymbolen
  2. differente/unscharfe Sinneswahrnehmung, d.h. die Umwelt wird anders wahrgenommen
  3. Wahrnehmungsfehler durch die unscharfe Sinneswahrnehmung und daraus folgende Unaufmerksamkeit.

Auffälligkeiten, die Anzeichen für eine Dyskalkulie sein können, finden sich schon im Vorschulalter, z.B.:

  • verkürzte oder keine Krabbelphase
  • Ungeschicklichkeit beim Umgang mit alltäglichen Gegenständen, z.B. Schleife binden
  • Ungenügende Koordination, häufiges Stolpern oder Hinfallen.

In der Schulzeit äußert es sich dann beispielsweise durch:

  • leichte Ablenkbarkeit im Umgang mit Zahlen
  • unleserliches Schriftbild
  • langsames Rechnen
  • scheinbare Seh- und Hörprobleme

 

Eine Rechenschwäche ist im Gegensatz zur Dyskalkulie erworben und nicht genetisch bedingt. Mögliche Ursachen sind hier psychische und / oder physische Probleme, familiäre Ursachen, Unterrichtsmethoden, Lerndefizite oder Minderbegabung. Hier tritt seltener eine Unaufmerksamkeit auf und der Betroffene hat keine differente Sinneswahrnehmung, aber macht dennoch viele Fehler.